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„His voice was the voice of a beaten man. She was appalled, seeing
what she had done.
‘Peter, you´re mad. Never dare to suggest such a thing. Whatever
marriage is, it isn´t that.’
‘Isn´t what, Harriet?’
‘Letting your affection corrupt your judgement. What kind of life
could we have if I knew that you had become less than yourself by marrying
me?’
He turned away again, and when he spoke, it was in a queerly shaken
tone:
‘My dear girl, most women consider it a triumph.’
‘I know, I´ve heard them.’ Her own scorn lashed herself -
the self she had only just seen. ‘They boast of it - "My husband would
do anything for me...." It´s degrading. No human being ought to have
such power over another.’
‘It´s a very real power, Harriet.’
‘Then,’ she flung back passionately, ‘we won´t use it. If
we disagree, we´ll fight it out like gentlemen. We won´t stand
for matrimonial blackmail.’"
An dieser Stelle greift Sayers nochmals ein Thema aus Gaudy Night
auf, nämlich das der emotionalen Abhängigkeit. Diesmal ist es
Harriet, die in Versuchung geführt wird, Macht über ihren Partner
zu gewinnen, und dieser widerstehen muß. Sie ist entsetzt, daß
sie auch nur für den Bruchteil einer Sekunde der Versuchung nachgeben
konnte. War sie es doch, die gefürchtet hatte, Teile ihrer Persönlichkeit
in einer Beziehung aufgeben zu müssen. Nun hat sie Wimsey - der ihr
gezeigt hat, daß er sie nur als gleichberechtige Partnerin akzeptieren
will und ihr Selbstwertgefühl wiederhergestellt hat - dazu gebracht,
bereitwillig einen Teil von sich aufzugeben. Harriet sieht jedoch sofort,
daß ihre Ehe auf dieser Basis nicht funktionieren kann. Sie schätzt
ihre eigene Individualität und möchte nicht, daß die ihres
Mannes reduziert wird.
Am interessantesten für die Humanisierung der Figur des Lord Peter
Wimsey ist das Epithalamion. Hier wird, für eine Detektivgeschichte
ungewöhnlich, bis ins Detail beschrieben, wie Peter sich mit dem Resultat
seiner Tätigkeit als Hobbydetektiv auseinandersetzen muß. Der
Mörder soll gehängt werden. Peter will des Mörders Vergebung
erbitten und wird schroff von diesem abgewiesen. So steht Wimsey anscheinend
allein seinem Gewissen gegenüber. Er wird, wie so häufig, von
einem nervenzusammenbruchähnlichen Anfall gepackt. Die Dowager
Duchess hat deren Natur Harriet gegenüber zuvor erklärt.
„‘He doesn´t like responsibilty, you know,’ said the Duchess, ‘and the War and one thing and another was bad for people that way... .There were eighteen months...not that I suppose he´ll ever tell you about that, at least, if he does, then you´ll know he is cured... . I don´t mean he went out of his mind or anything, and he was always perfectly sweet about it, only he was so dreadfully afraid to go to sleep... and he wouldn´t give an order, not even to the servants, which made it really very miserable to him, poor lamb!...I suppose if you´ve been giving orders for nearly four years to people to go and get blown to pieces it gives you a - what does one call it nowadays? - an inhibiton or an exhibition, or something, of nerves.’"
Doch wo sonst Bunter, sein Diener und Freund die heilende Kraft besaß, kommt diesmal Harriet, mittlerweile Lady Peter Wimsey, zu Hilfe. Bunter und Harriet verbünden sich, um Peter in seiner Not zu helfen. Wimsey kann seinen Stolz überwinden und an ihrer Schulter Trost finden. Harriet gesteht ihm, daß auch sie sich am liebsten in einer Ecke verstecken möchte. Er antwortet:
„‘You´re my corner and I´ve come to hide.’"
An dieser Stelle wird die Beziehung zwischen Harriet und Peter ihrem letzten Test unterzogen.
„Harriets Ehe mit Peter (...) erfährt ihre Bestätigung erst dadurch, daß sie sich in dieser Situation bewährt und daß Harriet bis zu der schwersten Verantwortung, die ihr Mann zu tragen hat, vordringt. Zum ersten Mal wird in Lord Peters abenteuerliche Hochzeitsfahrt diese Beziehung zwischen Detektiv und Mörder ausdrücklich benannt und beschrieben als eine Frage der Verantwortung, und erst dadurch, daß Peter mit dieser Last der Verantwortung zu seiner Frau kommt und diese in der Lage ist, sie gemeinsam mit ihm zu tragen, wird die Liebesgeschichte und Detektivgeschichte zu einem Abschluß gebracht."
Mit dieser Szene ist die Humanisierung des Superhelden abgeschlossen.
Nach Busman´s Honeymoon tritt Lord Peter Wimsey nur noch
in Kurzgeschichten auf. In "The Haunted Policeman" (1938)
wird Harriet und Peters erster Sohn geboren und in "Talboys" (1972)
, einer Geschichte über den Diebstahl von Pfirsichen, haben sie bereits
drei Kinder, und das Hauptthema ist die Frage der Erziehung.
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