Shakespeare-Handbuch von Ina Schabert
Reihe: Sachbücher für den Anglisten II

In der allseits beliebten Reihe ‘Sachbücher für den Anglisten’ ist es mir heute ein besonderes Vergnügen Ihnen das Shakespeare-Handbuch herausgegeben von Ina Schabert vorstellen zu dürfen.
Erschienen im Alfred Körner Verlag, Stuttgart, untertitelt: ‘Die Zeit, Der Mensch, Das Werk, Die Nachwelt’ ist es ein Fachbuch, das das Herz eines Shakespeare-Freundes und ANglisten schneller schlagen lässt. Wirklich!

Viele Menschen haben Probleme Shakespeares-Werk zu verstehen. Das ist auch tatsächlich schwierig, schließlich ist der gute schon fast vierhundert Jahre tot. Es ist nur natürlich, dass man die zahlreichen Anapielungen auf Zeitgenossen und Zeitgeschehen nicht versteht.

Leichter fällt es einem dann, wenn man nicht vergißt, dass Shakespeare für sein Publikum geschrieben hat, das sich aus der ganzen Bevölkerungsschicht zusammengesetzt hat -vom Adligen zum Bauern, vom Handwerker zur Hure, vom Studenten zum Krieger war alles dabei. So gibt es in seinem Werk glühende Liebesschwüre und derbe Zoten, heitere Scharaden und finstere Ränke.
Wie gesagt: für das heutige mitunter schwer zu verstehen, weil sie sich in der Gedankenwelt der elisabethanischen Bürger nicht auskennen.
Für mich waren immer die Komödien besnders schwer zugängig. Worüber sollte man da denn lachen? Das hat sich geändert nachdem ich das Stück nicht nur gelesen hatte, sondern auf der Bühne gesehen habe. Das ist sowieso immer zu empfehlen: Sehen Sie sich Shakespeare im Theater an!

Nun aber zu dem Shakespeare-Handbuch.

Es ist aufgeteilt in vier Bereiche 

· Die Zeit
· Die Persönlichkeit
· Das Werk
· und Die Wirkungsgeschichte

Im ersten Teil finden Details zum Geschehen im elisabethanischen Zeitalter, der englischen Renaissance. Das Weltbild wird erklärt, die Regierungsform genauso wie Erziehung und Bildung, Sprache und Wirtschaft.

Schabert erläutert die dramatische Tradition bis zu Shakespeare, seine Vorbilder und Vorgänger. Wie sahen die Theater aus, vor allem das ‘Globe’, Shakespeares Stammhaus? Wie wurde Theater gespielt? Welche technischen Effekte gab es? Wer waren die Schauspieler (wohlgemerkt: keine Schauspielerinnen)?

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Person Shakespeares. 
Wie ist er aufgewachsen? Welche Bildung hatte er? Woher wusste er so viel? Wo von hat er gelebt? Vom Schauspielern, vom Stücke schreiben? War er arm oder reich als er starb?
Schabert beschäftigt sich hier auch mit der, in der Literaturforschung häufig diskutierten Theorie, dass Shakespeare seine Werke gar nicht selbst geschrieben hat. (Wer kann schon so viele wissen, so viel gelesen haben und dann aus einer bürgerlichen Familie stammen? Nein, ein Adliger oder Gelehrter muss es gewesen sein! Vielleicht gar Elisabeth I selbst?)

Teil 3: Das Werk
Wie wurde Shakespeares Werk überliefert? Warum gibt es so viele Interpretationen? Welche Musik wurde zu seinen Werken gespielt? Was bedeuten die Metaphern? Welche Bedeutung haben die Hexen in Macbeth.

Im dritten Teil werden auch alle Werke einzeln kurz vorgestellt. (Hey, Leistungskurs Englisch! Hausaufgaben leicht gemacht!)

Teil 4: Die Wirkungsgeschichte

Wie wurde Shakespeare aufgeführt und aufgenommen? 
Auf jeden Fall in England anders als in Amerika oder Deutschland.

Wie wurde Shakespeare interpretiert? Darf man das überhaupt?
Shakespeare vertont: Lieder, Instrumentalmusik und Opern.
Ach ja: Felix Mendelssohn Bartholdy, ‘Ein Sommernachtstraum’. Zauberhafte Musik!
Verfilmungen, Übersetzungen.....

So viele Fragen! Einige Antworten, interessant verpackt und aufschlussreich gibt es im Shakespeare-Handbuch, herausgegeben von Ina Schabert.

 

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