James Hogg: The Three Perils of Man
Für Freunde des schottischen: Sagen und Geschichte mit des Erzählers Phantasie zu einem spannenden Roman verknüpft

 James Hogg  war Schotte (1770 - 1835), geboren auf einer Farm im Grenzland zwischen England und Schottland, einer Gegend, die über Jahrhunderte Schauplatz unzähliger, blutiger Grenzstreitigkeiten war. 
‘The Three Perils of Man’ erschien 1822 und gilt als sein bestes Werk, auch wenn Hogg zu Lebzeiten nie wirklich gewürdigt wurde. Hogg war ein Zeitgenosse eines anderen großen schottischen Literaten,  Sir Walter Scott , dessen Rat und Unterstützung er suchte, auch in dem er ihm in ‘The Three Perils of Man’ zu schmeicheln versuchte.

Der Roman verbindet Historie, schottische Sage und pure Erfindung zu einem Roman über Kavaliere und ihre Damen, höfisches Treiben und rauhe Krieger, Zauberer und fromme Männer. Er behandelt die Geschichte der Besetzung und anschließenden Belagerung der Festung Roxburgh. Lord Musgrave besetzt das Schloss als Werbung für seine Verlobte und schwört Roxburgh bis zum Weihnachtsfest zu halten. Eine galante Tat! Die Tochter des Königs von Schottland fordert von ihren Werbern eine ebenso galante Tat, nämlich die Unterbindung von Musgraves Vorhaben. Nur einer der Werber, der noble James of Douglas, nimmt den Auftrag seiner Dame an. Beim Versagen würde er alle seine Ländereien und Besitzungen verlieren. So weit der Rahmen.

Einen Großteil der Handlung nimmt die Geschichte um sechs Gesandte eines Vasallen Douglas’ ein. Dieser Vasall weiß nicht recht, ob er sich an dem Kriegszug des Douglas beteiligen soll. Daher schickt er sechs seiner Gefolgsleute aus, um einen mächtigen Magier zu befragen, wie es um seine Zukunft und die seines Geschlechtes bestellt ist. Auf diesem zweiten Handlungsstrang begegnet der Leser einer Auswahl buntesten Volkes vom Poeten zum Krieger, vom frommen, aber streitbaren Geistlichen zum Halunken und Vagabunden.
Diese sechs müssen sich nur gegen allerlei weltliche Mächte durchsetzen, sondern begegnen im Schloss des Magiers auch dem Leibhaftigen. 
Im Schloss werden sie eingeschlossen und drohen zu verhungern. Sie beschließen einen Wettstreit im Geschichten erzählen. Derjenige mit der schlechtesten Geschichte soll als Nahrung für die übrigen dienen. 

Ein Großteil des Romans wird in schottischer Mundart erzählt und ist somit wirklich nur etwas für Freunde des schottischen. Wer sich aber an das Werk wagt, wird mit einem tiefen Einblick in schottische Sagenwelt belohnt.

 

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