| Die Mausefalle | ||
| Agatha Christies ‘The Mousetrap" feiert 20.000 Aufführung | ||
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Das in London die Musicals länger laufen als in Deutschland ist bekannt. Aber kann man sich vorstellen, daß ein Theaterstück so viele Aufführungen geschafft hat. Kaum! Aber es ist wahr. Agatha Christie 's „The Mousetrap" feiert in diesen Tagen die 20.000 Aufführung. Was diese Tatsache noch unglaublicher erscheinen lässt, ist der Umstand, dass es sich bei dem Stück - was könnte man von dieser Autorin auch anderes erwarten - um eine Kriminalgeschichte handelt. Spätestens nach 1.000 Vorstellungen müsste doch die ganze Welt wissen, wer der Mörder ist und damit das Stück uninteressant sein. Ein kleiner Kniff der Theaterleute ist bei diesem Stück, dass am Ende das Publikum gebeten wird, niemandem zu verraten, wer der Mörder ist. Das geschieht auf eine so eindringliche, verschwörerische Art, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt zu einer Gemeinschaft, gar einem Geheimbund zu gehören. Ein weiteres Geheimnis ist, dass nie versucht wurde,
das Stück an die Gegenwart anzupassen. Redeweise, Auftreten, das Gebaren
der handelnden Personen bleibt unverändert - und „very british, indeed".
Auch das Bühnenbild bleibt wie es war, wird nur wegen Verschleiß
ausgetauscht.
Das ist hohe Kunst, auch wenn die meisten Professoren das wohl abstreiten würden. Für alle, die sich diese Kunst auf der Bühne ansehen wollen, bitte folgende Adresse notieren: ST MARTIN'S Theatre
Es ist nicht ‘King Lear’, aber Unterhaltung ist garantiert - auch noch bei der 21.000 Aufführung.
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