Der historische Arthur
 
Ich persönlich habe lange geglaubt, dass König Arthur nichts als Phantasie ist - nur ein schönes Märchen.
Ebenso lange habe ich nach dem Buch über König Arthur gesucht, bis mir klar wurde, dass es das Buch nicht gibt.
Es gibt viele Bücher über Arthur und die Ritter der Tafelrunde. Sie waren die Helden des höfischen Lebens, das Sinnbild der Ritterlichkeit und des höfischen Lebens und der romantischen Liebe.

Zum historischen Arthur: 
In der Zeit zwischen 450 und 500 nach Christi wurden die Britonen von Eroberern bedroht: Scoten aus Irland, Picten aus Schottland, Jüten aus Dänemark, Friesen aus Germanien. Die Gefürchtetsten waren wohl die Sachsen - wilde Krieger, die immer wieder mit ihren Schiffen über das Meer kamen, um zu plündern. 
Arthur nun war ein romanisierter Britone, das heißt, er war geboren in Britannien und unter römischer Erziehung aufgewachsen. Die Römer hatten lange Zeit weite Teile Bitanniens besetzt. Aufgrund der Entfernung zu Rom war aber die Verbindung zum Cäsar schlecht und damit seine Möglichkeiten in Britannien Einfluss zu nehmen oder aber auch Unterstützung gegen Eroberer zu leisten, gering. 
Daher hatte sich in Britannien eine neue Gesellschaft entwickelt. Britonen hatten sich an die Römer angepasst und die Römer an die Britonen.
So kam es auch das Artorius zum Dux Bellorum, dem Kriegsfürsten aufsteigen konnte.
Er galt als genialer Heerführer, der ein Dutzend Schlachten in Reihe gewann. In der entscheidenden Schlacht am Badon Hill (The Battle of Mons Badonicus) erschlug er mit seiner Kavallerie 900 Sachsen.
Die Folge war ein 30 Jahre andauernder Friede.

Zum Arthur der Literatur:

Nennius schreibt 810 seine ‘Historia Brittonum’, die Geschichte der Briten, in der erstmals Arthurs Taten niedergelegt werden.
Um 1100 herum beginnen die fahrenden Troubadoure die Geschichten der höfischen Liebe an Europas Fürstenhäusern zu verbreiten.

1136 schreibt Geoffrey of Monmouth seine ‘Historia Reum Britanniae’, die Geschichte der britischen König, in der erstmals die gesamte Lebensgeschichte Arthurs aufgezeichnet wird.
1148 folgt vom selben Autoren die ‘Vita Merlini’, die das Leben des Zauberers und Propheten  Merlin erzählt.

1172 schreibt Chretien de Troye ‘Lancelot , Le Chevalier al la Cherette’ und 1185 ‘Perceval, Le Conte du Graal’

1160 folgt ‘The Morte Arthure’ eines unbekannten Schotten.

1390 ‘Sir Gawain and the Green Knight’ von einem unbekannten Autoren.

1470 schreibt Sir Thomas Malory (während er wegen Mord, Vergewaltigung und Raub im Gefängnis sitzt) ‘Le Morte d’ Arthur’ 

1554 schreibt Holinshed, der berühmte Historiker ‘The Prophecies of Merlin’

1596 ‘The Faerie Queene’ von Edmund Spenser erscheint. Arthur wird asl Ritter im Feenreich der Feenkönigin beschrieben. Die Königin ähnelt sehr der tatsächlichen Königin Elizabeth I..

1804 erscheint ‘Sir Tristan’ von Sir Walter Scott.

1981 ‘Die Nebel von Avalon’ von Marion Zimmer Bradley.

Die Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und ist überwiegend ‘The Quest for King Arthur’ von David Day entnommen.
 

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